Handarbeit.
Stanislava Chimeva

Meine Geschichte

Ich wollte etwas, das es nirgends gab. Also habe ich es selbst gemacht, mit meinen Händen.

Stanislava Chimeva

Ich bin Stanislava Chimeva, und ich fertige Taschen von Hand. Jede beginnt in dem Moment, in dem eine Frau sie sich wünscht.

Dann sind es zwei Wochen in meinen Händen, Masche für Masche, bis sie ihre ist.

Eine Tasche,eine Frau

Eine Tasche, eine Frau

Die Welt bietet ihr Ware von der Stange. Dieselbe Tasche, millionenfach gemacht, von Millionen getragen, für niemanden gedacht.

Daran glaube ich nicht. Mein Weg ist langsamer und schwerer, mit Liebe, für eine Frau nach der anderen.

Warummeine Werke

Warum meine Werke

Denk an jede Tasche, die du je gekauft hast. Die Farbe war fast richtig. Die Form stand jemand anderem. Und jedes Mal hast du dich ein bisschen arrangiert.

Hier gibt es nichts, womit du dich arrangieren müsstest, denn noch ist nichts gemacht. Es beginnt mit dem, was du willst, und es endet damit, dass du deinen Stil nie wieder erklärst. Wer es sieht, sieht es. Die anderen gehen vorbei, und das ist gut so.

Mehr als Garn

Das Handwerk habe ich von meiner Großmutter. Futter, Einfassung, Beschläge, alles geht durch meine Hände, bis daraus ein Ganzes wird. Ein Werk, keine Stückzahl.

Was niemand sieht

Die Kanten, die Rückseite, das Innere. Sie brauchen genauso lange wie die Vorderseite, und genau dort sieht man, ob etwas mit Liebe gemacht ist.

Zwei Wochen

So lange braucht eine Tasche. Nicht, weil ich langsam bin, sondern weil sie in weniger Zeit nicht ganz wird. Eile sieht man ihr an.

Deine Begleiterin

Sie gehört dir, nur dir. Morgens greifst du danach, ohne nachzudenken, legst deine kleinen Dinge hinein, und der Tag wird ein bisschen weicher.

Wie ein Werkentsteht

Wie ein Werk entsteht

Es fängt mit einer Form an, einer von mir oder einem Bild, das dir nicht mehr aus dem Kopf geht. Dann lassen wir uns Zeit: Du sagst mir Farbe, Garn, Beschläge und Größe, und ich höre zu.

Und am Ende hältst du nichts Gekauftes in der Hand, sondern etwas, das es ohne dich nicht gäbe.

Was am Endeübrig bleibt

Was am Ende übrig bleibt

Eine Tasche beginnt, wenn eine Frau mich darum bittet. Nicht vorher, nicht im Dutzend, nicht für ein Regal. Hier bleibt nichts übrig: kein Lager, keine Kartons, nichts, was eines Tages im Müll landet.

Und wenn sich nach Jahren etwas lockert oder abnutzt, bringen wir es gemeinsam in Ordnung. Eine neue brauchst du dann nicht. 🤍

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